Lektorat

Der Übersetzer als Lektor

Genaues Arbeiten ist das A und O des Übersetzers. Vom Rohtext zur druckreifen Übersetzung ist es oftmals, je nach Komplexität und Umfang, ein langer Weg. Im Zuge der verschiedenen Textphasen wird das Auge perfekt geschult auf Fehler und Unstimmigkeiten.

Damit bringt ein Übersetzer die idealen Voraussetzungen zum Lektorieren mit.

Als Freelancer überprüfe und korrigiere ich deutschsprachige Texte jeglicher Art. Dies beinhaltet:

  • Orthographie
  • Ausdruck
  • Inhalt
  • Kontext

Ferner überprüfe ich spanische Texte auf Rechtschreibfehler.

Lektoren brauchen nur alles besser zu wissen;
Autoren hingegen müssen es besser machen.

— Gerd W. Heyse

Das seit dem 15. Jahrhundert gebräuchliche Fremdwort ist dem Lateinischen entlehnt: lector bedeutete ursprünglich „Leser, Vorleser“. Hieraus haben sich zwei Bedeutungen entwickelt: einmal der Lektor im Sinne des Lehrers/der Lehrerin einer Fremdsprache, wobei es sich immer um einen Muttersprachler/ Muttersprachlerin handeln muss. 

Die zweite Bedeutung, welche in diesem Kontext die relevante ist, ist die einer Person, welche als Verlagsangestelle oder Freiberufler eingehende Manuskripte überprüft und bearbeitet.

Im Spanischen, welches sich ja bekanntermaßen um eine romanische Sprache handelt, ist „lector“ im Sinne von „Leser“ auch immer noch eine der Hauptbedeutungen des Wortes und beschreibt sowohl den Menschen als auch das technische Gerät. 

Was ist der Unterschied zwischen Lektorieren und Redigieren? 

Lektoren/Lektorinnen begutachten die Qualität eines Textes, der ihnen vorgelegt wird. Redakteure/Redakteurinnen hingegen redigieren einen Text, d.h. sie überarbeiten ihn und geben ihm die endgültige Form in der er veröffentlicht wird.

Redigieren ist nicht zu verwechseln mit dem Revidieren: ein Revidieren bedeutet grundsätzlich die Abänderung eines Textes als Folge einer Prüfung oder neuer Erkenntnisse, während ein Text beim Redigieren auch in seiner ursprünglichen Form bestehen bleiben kann, wenn er nicht korrigiert werden muss.